Bund ermöglicht schnelleren Bau der A 26 durch ÖPP-Mittel

Pressemitteilung | 03.06.2015

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat kürzlich beim „Zukunftsforum Infrastruktur“ in Berlin eine neue Generation von ÖPP-Projekten (Öffentlich-Private Partnerschaften) vorgestellt. Darunter befindet sich auch die A 26, die einen vierstreifigen Weiterbau ab Landesgrenze inklusive eines Lückenschlusses mit Hafenanbindung erhalten soll. Der CDU-Abgeordnete für Hamburg-Nord, Dirk Fischer, Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestages, begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich:

„Ich danke Bundesminister Dobrindt für die Entscheidung, die A 26 in die Projektliste der ÖPP-Projekte aufzunehmen. Die damit zeitlich früher zu realisierende Verbindung von der A 7 zur A 1 werden helfen, das zunehmende Verkehrsaufkommen im Süden von Hamburg zu bewältigen“.

Westlich der A 7 wird die A 26 den rund 8 km langen Lückenschluss von der Landesgrenze Niedersachsen/Hamburg bis zum Anschluss an die A 7 im zukünftigen Autobahnkreuz Süderelbe bilden. Im weiteren Verlauf nach Osten wird die früher auch als „Hafenquerspange“ bezeichnete A 26 eine hafennahe Verbindung zwischen den Autobahnen A 7 bei Moorburg bis zum Anschluss an die A 1 mit einem Autobahndreieck bei Stillhorn darstellen.

Die A26 ist eines von zunächst zehn Projekten des Bundesfernstraßenbaus, die mit der neuen Generation ÖPP realisiert werden sollen, weitere können noch hinzukommen. Ziel ist die verstärkte Einbindung privaten Kapitals in Infrastrukturfinanzierungen, so dass sich auch institutionelle Anleger wie beispielsweise Versicherungen und Pensionsfonds über eine Projektanleihe in Infrastrukturprojekte einbringen können.

Es geht bei den zehn Projekten um rund 600 Kilometer Autobahn mit einem Investitionsvolumen von rund 7 Milliarden Euro. Hinzu kommen Erhaltungs- und Betriebsmaßnahmen für die Laufzeit von 30 Jahren in Höhe von weiteren rund 7 Milliarden Euro. Neben den Ausbaumaßnahmen an hochbelasteten Bundesautobahnen sind in der neuen Generation ÖPP erstmals auch Erhaltungs- und Lückenschlussprojekte enthalten.

Fischer fordert nun eine möglichst schnelle Realisierung der Bauvorhaben: „Mit der Einstufung der A 26 als ÖPP-Projekt ist eine vorgezogene Realisierung der Autobahn möglich. Der Senat ist nun angehalten das Projekt zügig voranzutreiben und einen möglichst durchgehenden Bauablauf zu planen, damit diese einmalige Chance zügig genutzt werden kann“.