„Das Ende der Zerrissenheit!“ – Für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare

Der Deutsche Bundestag wird am morgigen Freitag über den Gesetzentwurf zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts abstimmen.

Dazu erklärt Marcus Weinberg, CDU-Bundestagsabgeordneter für Hamburg und Altona:

„Nach der Abwägung vieler Argumente und Werteeinstellungen bin ich zu dem Entschluss gekommen, für die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare zu stimmen. Die Formulierung „Öffnung der Ehe“ ist für mich zutreffender als die allgemein verwendete Formulierung „Ehe für alle“.

Wir als große Volkspartei haben uns lange und intensiv mit diesem für uns so wichtigen Thema, welches tief in persönliche Empfindungen und ethische Grundsatzfragen eingreift, beschäftigt, aber für viele Kolleginnen und Kollegen noch nicht abschließend ausdiskutiert. Es gibt gute Argumente für die Öffnung der Ehe und gute dafür, dass der Gesetzgeber es nicht tut. Mit dem Vorgehen der SPD, eine Entscheidung am letzten Tag der letzten Sitzungswoche herbeizuzwingen, hat die SPD – aus wahltaktischen Gründen – keinen Respekt vor einem fairen Umgang miteinander bewiesen.

Ich werde für die Öffnung der Ehe stimmen. Dies allerdings nicht euphorisch, sondern nachdenklich im Hinblick auf die vielen Menschen in Deutschland, die die Ehe weiterhin als ausschließliche Verbindung von Mann und Frau sehen, aus der Kinder hervorgehen können.

Meiner Ansicht nach wird mit der Öffnung der Ehe die traditionelle Ehe zwischen Mann und Frau nicht beschädigt. Die Liebe und das Vertrauen von Menschen zueinander und die Übernahme gegenseitiger Verantwortung ist etwas Schönes und sollte maximale Wertschätzung erfahren. Deshalb sollten auch homosexuelle Paare ihre Verbindung als Ehe bezeichnen dürfen. Ich fordere alle an diesem Diskussionsprozess Beteiligten auf, jetzt ruhig und respektvoll die Entscheidung anzunehmen.“