Krisen treffen Kinder besonders hart – Spendenaufruf

Pressemitteilung | 03.02.2015

Die Eskalationen in Syrien, Irak und der Ukraine sind in der deutschen Berichterstattung allgegenwärtig. Jürgen Klimke (CDU), Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Unterausschuss Vereinte Nationen des Auswärtigen Ausschusses, warnt davor die Situation der Kinder und Jugendlichen in Krisengebieten zu vernachlässigen. „Die aktuellen Konflikte haben etwa 62 Millionen Kinder in eine Situation gebracht, in der sie auf lebensrettende humanitäre Hilfe angewiesen sind. Neben der staatlichen Hilfe, ist es auch unsere private Verantwortung einen Beitrag zu leisten.“

 

UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, wird dieses Jahr mehr als drei Milliarden US-Dollar benötigen, um Hilfe für Kinder in Krisenregionen zu leisten. Hierzu gehören zum einen lebenswichtige Maßnahmen wie Trinkwasser, Grundnahrung und Impfungen. Zum anderen initiiert UNICEF Bildungsprogramme und psychosoziale Hilfen. „Nur wenn Kinder in Krisengebieten oder in Flüchtlingslagern ganzheitlich geholfen wird, können wir eine ‚verlorene Generation‘ verhindern“, sagt Jürgen Klimke.

In fast allen Entwicklungsländern bilden Kinder und Jugendliche die mit Abstand größte Bevölkerungsgruppe. Junge Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen müssen, drohen in den Teufelskreis aus Armut, Perspektivlosigkeit und Frustration zu geraten. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat deshalb die Sonderinitiative „Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge reintegrieren“ ins Leben gerufen, um diesem Konfliktpotenzial den Boden zu entziehen. Für das Jahr 2014 stand ein Etat von 170 Millionen Euro zur Verfügung, um Fluchtursachen zu bekämpfen, die Stabilisierung von Aufnahmeregionen zu fördern und die (Re)Integration von Flüchtlingen in die Aufnahme – beziehungsweise ihre Herkunftsländer zu unterstützen.

Aufgrund der Gleichzeitigkeit der Konflikte sind weiterhin Projekte von UNICEF in Afghanistan, Palästina und Niger unterfinanziert. Parallel steigt der Bedarf für die Versorgung in Syrien, Nigeria, Ukraine und den von der Ebola-Krise betroffenen Ländern. Klimke appelliert: „Die Hilfe für Kinder in Krisenregionen braucht sowohl die Hilfe der Politik als auch der Bevölkerung. Ich wende mich an meine Mitbürgerinnen und Mitbürger: Unterstützen Sie die Projekte der Hilfswerke durch Ihre Spenden.“