Mein erstes Jahr im Deutschen Bundestag

 

Am 22.9.2013 wurde der 18. Deutsche Bundestag gewählt und ich bin über die Landesliste als neu gewählte Abgeordnete ins Parlament eingezogen. Neben der Suche nach einer Unterkunft stand in den ersten Wochen die Frage im Vordergrund, in welchen Ausschüssen ich mitarbeiten würde. Sehr früh hatte unser Landesgruppenvorsitzender die Wünsche der Hamburger Kollegen erfragt und ich war glücklich, dass alle meine Vorstellungen Realität wurden. Ich bin ordentliches Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie, wo ich meine langjährigen Erfahrungen in der Energiepolitik einbringen kann, sowie ebenfalls ordentliches Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien, in dem ich auch zur stellv. Vorsitzenden gewählt wurde. Darüber hinaus wirke ich als stv. Mitglied in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats mit und betreue dort ebenfalls Energiefragen. Eines der zentralen Themen im Wirtschafts- und Energieausschuss des Bundestages in dieser Legislaturperiode ist die Umsetzung der Energiewende. Um den ungehemmten Anstieg der EEG-Umlage zu bremsen und das gegen Deutschland eingeleitete Beihilfeverfahren seitens der EU abzuwenden, haben wir zunächst in einem ziemlichen Parforceritt das EEG novelliert. Der größte Teil der Arbeit liegt allerdings noch vor uns, kaum eines der zahlreichen Energiegesetze muss nicht angefasst werden. Zu meiner großen Freude konnte ich feststellen, dass meine Kenntnisse und Erfahrungen vor allem im Gesetzesvollzug durchaus von Nutzen waren. Im Ausschuss für Kultur und Medien bin ich als Berichterstatterin für die sog. Hauptstadtkultur zuständig; dazu gehören die zahlreichen vom Bund unterstützen Theater ebenso dazu wie die reichhaltige Berliner Museumslandschaft und vor allem auch der Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses als Humboldt-Forum. Mit einer kleinen Delegation des Ausschusses haben wir die diesjährigen Kulturhauptstädte Europas besucht, Umea in Schweden und Riga in Lettland, zwei sehr unterschiedliche Städte, die sich aber hervorragend in ihrer Eigenheit und Besonderheit zu präsentieren verstanden. So ist das erste Jahr im Deutschen Bundestag im Flug vergangen und ich bin dankbar, dass ich die Chance habe, mich noch weitere Jahre in die Gestaltung unseres Landes mit einbringen zu können.