Parlamentarisches Patenschafts-Programm (PPP) muss erhalten bleiben

 

Seit 1983 finanziert der Deutsche Bundestag zusammen mit dem US-Außenministerium das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP), durch das jährlich rund 400 Schülerinnen und Schüler sowie junge Berufstätige die Möglichkeit bekommen, mit einem Stipendium ein Austauschjahr in den USA zu erleben.  Zeitgleich sind junge US-Amerikaner zu einem Austauschjahr zu Gast in Deutschland.

Die Zukunft dieser langen und traditionsreichen Zusammenarbeit steht aktuell vor gravierenden Schwierigkeiten, die Weiterführung des Programms wird in Frage gestellt. Grund sind Kürzungen in der Finanzierung durch die USA, die bestrebt sind die finanziellen Mittel auf weniger entwickelte Staaten zu fokussieren und Deutschland dadurch zukünftig außen vor zu lassen.

Vor dem Hintergrund der hohen symbolischen Bedeutung, die das PPP in Deutschland genießt, insbesondere auch in den Reihen der Bundestagsabgeordneten, die sich meist die Zeit nehmen, den Austauschschüler aus ihrem Wahlkreis persönlich auszuwählen, setzte sich Jürgen Klimke, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und Kuratoriumsmitglied der gemeinnützigen Jugendaustauschorganisation Youth For Understanding, bei der Bundeskanzlerin dafür ein, sich persönlich für den Fortbestand des Programms und die Weiterfinanzierung durch die USA zu engagieren.

Mit Erfolg! Die Kanzlerin zeigte starke Solidarität und sprach bei ihrem Besuch in den USA vor zwei Wochen US-Präsident Barack Obama auf die Kürzungen des Programms an. In einem Brief von Merkels außenpolitischem Berater, Christoph Heusgen, an Jürgen Klimke heißt es: „Die Bundeskanzlerin teilt Ihre Sorge hinsichtlich der zukünftigen Finanzierung des Patenschaftsprogramms. Aus diesem Grund hat sie diese Frage auch persönlich gegenüber Präsident Obama angesprochen und für eine Fortsetzung geworben. Die US Seite hat zugesagt, ihre Entscheidung überprüfen zu wollen.“ Zudem werde Merkel die amerikanischen Teilnehmer im Juni zu einem gemeinsamen Fototermin ins Kanzleramt einladen – als Symbol für die Bedeutung des Programms.

Jürgen Klimke warnt eindrücklich vor einem Aus für das PPP: „Das Programm ist ein Symbol für die deutsch-amerikanische Freundschaft. Nur so kann Völkerverständigung funktionieren. Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Austausch – auch mit den USA.“