Qualitätsausbau vor Beitragsfreiheit -„Sprach-Kitas“ weiter auf Erfolgskurs

In Hamburg profitieren 198 Kindertageseinrichtungen von der Qualifizierungsoffensive für Erzieher, in Altona werden 21 Einrichtungen unterstützt.

Marcus Weinberg, familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Abgeordneter für Hamburg Altona ist zufrieden über die Fortführung Programms „Sprach-Kitas“: „Dafür haben wir uns als Abgeordnete eingesetzt. Uns ist es wichtig, dass die Qualität und Quantität der Betreuung im Fokus unseres familienpolitischen Handelns steht. Die von der SPD so lauthals geforderte Beitragsfreiheit klingt erstmal charmant, die Qualität darf aber keinesfalls auf der Strecke bleiben.“

Deshalb sei das Programm der „Sprach-Kitas“ auch so wichtig, sagt Weinberg. „Besonders geschultes Fachpersonal unterstützt, verstärkt und begleitet die Erzieher vor Ort in Fragen der der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung, inklusiven Pädagogik und Zusammenarbeit mit den Familien.“

Die Gelder aus dem Programm gehen vor allem an Einrichtungen, in denen Kinder mit einem besonderen Sprachförderbedarf betreut werden. „So können schon die Kleinsten in unserer Gesellschaft an die deutsche Sprache herangeführt werden, denn: Ohne Sprache kann Integration nicht gelingen. Der Kita-Alltag wird genutzt, um die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder auszubauen und ihnen somit eine bessere Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen“, so Weinberg. Das Programm wurde noch einmal kräftig aufgestockt. Im letzten Jahr standen noch 131 Millionen Euro zur Verfügung, in diesem Jahr sind es noch einmal 150 Millionen mehr. „Durch die zusätzlichen Mittel können auch mehr Stellen geschaffen werden. Im letzten Jahr haben in Hamburg 91 Kitas profitiert und diese Zahl hat sich in diesem Jahr mehr als verdoppelt.“ Doch eines macht Weinberg deutlich: “Auch der Hamburger Senat ist aufgefordert, mehr für die Qualität in Kindertageseinrichtungen zu tun. Vor allem in Großstädten besteht weiterer Bedarf an qualifizierten Erziehern, um Sprachbarrieren abzubauen und die Integration voranzubringen. Auf unser Drängen hin wurde das Programm der „Sprach-Kitas“ verlängert, es darf aber nicht vergessen werden: frühkindliche Bildung in Kindertagesstätten bleibt weiterhin Ländersache. Der Senat steht hier in der Pflicht, weitere Investitionen zu tätigen und das Fachpersonal für die Herausforderungen ihrer Arbeit auszubilden zu qualifizieren. Bevor die SPD Beitragsfreiheit fordert, sollte sie dafür sorgen, dass die qualitativen Anforderungen erfüllt werden.“