Rückendeckung für Jugendaustausch

Antrag zur Stärkung des beidseitigen internationalen Jugendaustauschs im Bundestag verabschiedet

Am 18. Juni 2015 wurde der Antrag der Koalitionsfraktionen „Internationalen Jugend- und Schüleraustausch als Fundament in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik verankern“ im Deutschen Bundestage verabschiedet.

Initiator des Antrags ist der Hamburger CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Klimke, der sich als zuständiger Berichterstatter im Auswärtigen Ausschuss schon seit langem für eine Verbesserung der politischen Rahmenbedingung für den gemeinnützigen Jugendaustausch einsetzt. „Jugendaustausch ist der Schlüssel für Völkerverständigung und den Abbau von Vorurteilen, für Persönlichkeitsentwicklung und die Übernahme weltweiter Verantwortung. Er verdient unsere volle politische Unterstützung“, betonte Klimke in seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag.

„Wir begrüßen den Beschluss des Deutschen Bundestages. Er ist ein wichtiger Schritt“, sagt Anna Wasielewski, Repräsentantin des Arbeitskreises gemeinnütziger Austauschorganisationen (AJA): „Dadurch wird der langfristige, auf Gegenseitigkeit beruhende Schüler- und Jugendaustausch, wie ihn die AJA-Organisationen seit Jahrzehnten durchführen, als grundlegender Bestandteil der Deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik gestärkt. Insbesondere der Ausbau der bestehenden Fördermaßnahmen sowie eine Erleichterung bei der Visavergabe seien für eine weitere erfolgreiche Arbeit der AJA-Organisationen wichtig. Nun gehe es darum, die Forderungen des Antrags auch umzusetzen.

Auch das ehrenamtliche Engagement von Gastfamilien und ihr Beitrag zur Willkommenskultur in Deutschland  sollen zukünftig stärker gewürdigt werden. Dafür setzen sich Jürgen Klimke und der AJA gemeinsam ein. Auch steuerliche Entlastungen sollen geprüft werden. Denn die rund 2000 ausländischen Jugendlichen, die jährlich über die AJA-Organisationen für ein Jahr nach Deutschland kommen, sind ein großer Gewinn für Deutschland: sie entwickeln ein tiefes Verständnis für unsere Kultur und werden nach ihrer Rückkehr in ihr Heimatland oft zu lebenslangen Botschaftern für Deutschland.